Glossar: Die arten autonomer Geschäfte

19 Dezember 2022

Autonome Geschäfte können in vier Haupttypen unterschieden werden: Umgestaltung, Neubau, Micro-Stores und ein Geschäft im Geschäft. Jeder dieser Typen bietet einen einzigartigen Mehrwert für Einzelhändler und zusammen treiben sie die Erweiterung autonomer Geschäfte weltweit voran.

Umgestaltete autonome Geschäfte

Umgestaltung beschreibt die Umwandlung eines traditionellen Geschäfts mit Mitarbeitern an der Kasse in ein autonomes Geschäft, ohne Änderung des Layouts, der Einrichtung, des Produktsortiments, oder des allgemeinen Erscheinungsbildes – es wird lediglich die Hardware für eine reibungslose Checkout-Erfahrung für Kunden installiert.

Was ist der Mehrwert von umgestalteten autonomen Geschäften?

Geschäfte, die mit dem Automationssystem von Trigo nachgerüstet werden, gehen ein relatives geringes Risiko ein. Die Implementierung der neuen Technologie erfolgt innerhalb weniger Tage ohne Ausfallzeiten für das Geschäft, Abläufe und Logistik sind bereits etabliert und die Technologie kann auf mehreren Ebenen implementiert werden.

Umgestaltete Geschäfte haben zudem den Vorteil eines hohen Skalierungspotenzials. Einzelhändler eröffnen jährlich nur dutzende bis weniger als hundert Filialen pro Jahr. Da die Umgestaltung lediglich eine minimalinvasive Renovierung am vorhanden Geschäft erfordert, besteht ein höheres Startpotenzial für hunderte bis tausende Filialen, die der Einzelhändler bereits heute führt. Für Einzelhändler mit ambitionierten Erweiterungsplänen für autonome Geschäfte, ist die Umgestaltung somit der beste Weg ihre Pläne schnell und umfassend umzusetzen.

Kassenlose neu gebaute Geschäfte

Neubau beschreibt an einem neuen Standort oder einer vorhandenen Einzelhandelsfläche brandneu errichtete Geschäfte, die von Grund auf entworfen und neu gebaut werden.

Was ist der Vorteil neu errichteter smarter Geschäfte?

Neu errichtete Geschäfte können vollständig auf einen reibungslosen Checkout ausgerichtet werden kann. In der Regel bestehen hier auch weniger technologische Hürden als bei den anderen Geschäftstypen. Die Technologie muss nicht an bestehende Gegebenheiten angepasst werden, sondern umgekehrt. Das bedeutet auch, dass Einzelhändler bei der Auswahl des idealen Standorts für einen kassenlosen Store auch sehr flexibel sind. Sie können Standorte mit viel Personenverkehr wählen, z. B. eine Hauptstraße in einer urbanen Gegend, oder eine Gegend in der vorwiegend junge Leute verkehren, die technisch bereits versiert und offen für neue Technologien und Innovationen sind.

Kassenlose Micro-Stores

Mikro-Stores sind die kleinste Art autonomer Geschäfte, die von Einzelhändlern weltweit implementiert werden. In der Regel handelt es sich um kleine, Kiosk-ähnliche Geschäfte oder je nach Händler oder Ort mobile Einzelhandelsflächen. Aufgrund der kleinen Größe und des begrenzten Produktangebots ist diese Art von Geschäft einfach umzusetzen und zu verwalten, vor allem an Orten wie Unternehmenshauptsitzen, Uni-Campus und Transportzentren (z. B. Bahnhöfe oder Flughäfen).

Da Micro-Stores so klein sind, ist die Erhaltung eines Fulfillment-Centers in der Nähe sehr kostspielig. Um die Lieferkettenlogistik zu vereinfachen, verkaufen diese Geschäfte in der Regel nicht verderbliche oder vorgepackte Lebensmittel. Dieser Umstand eröffnet ein neues Kundenpotenzial für diese Art von smartem Geschäft – den Non-Food-Einzelhandel. Wenn kein großes Fulfillment-Center erforderlich ist, können Lebensmittelverkäufer autonome Geschäfte an unkonventionellen Standorten eröffnen, wie auf Konzerten, Sportevents oder Musikfestivals, bei denen ein kassenloser Checkout von Vorteil ist.

Was sind die Vorteile eines kassenlosen Micro-Stores?

Micro-Stores können ein idealer Ausgangspunkt für Einzelhändler oder Lebensmittelverkäufer sein, die sich auf das Abenteuer eines autonomen Geschäfts einlassen möchten. Dadurch können sie die reibungslose Checkout-Technologie in kleinem Maßstab testen. Aufgrund der kleinen Größe und des begrenzten Produktangebots sind weniger technologische Hürden zu überwinden und es können zusätzliche Produkte in das Sortiment aufgenommen werden.

Reibungslose Checkout-Stores innerhalb eines Geschäfts

Ein Geschäft im Geschäft bedeutet, dass entweder ein Bereich im Geschäft umgewandelt wird oder ein zusätzlicher Bereich geschaffen wird, der mit einem Supermarkt oder Hypermarkt verbunden wird, wodurch ein kleineres Geschäft mit autonomer Store-Technologie implementiert wird. In der Regel bieten diese Art von Geschäften Grundnahrungsmittel wie Milch, Zucker, Mehl, Kleinprodukte wie abgepackte Sandwiches und vorbereitetes Essen wie Sushi an. Diese Art von Geschäft birgt ein geringes Risiko, weil der abgetrennte Bereich vorwiegend mit einem größeren Supermarkt oder Hypermarkt verbunden ist, und somit bereits ein Fulfillment-Center oder eine robuste Lieferketten-Infrastruktur vorhanden sind.

Welche Vorteile bietet ein kassenloser Checkout-Store innerhalb eines Geschäfts?

Ein Geschäft im Geschäft stellt eine gute Startmöglichkeit für den Eintritt in die Welt autonomer Geschäfte dar, weil die ideale Umgebung geschaffen wird, um das Kundeninteresse und deren Umgang mit der neuen Technologie zu bewerten. Ähnlich wie Micro-Stores, bietet auch ein Geschäft im Geschäft im Hinblick auf Größe und Komfort einen Mehrwert für Einzelhändler, die ein Zusatzangebot für ihre Kunden schaffen möchten. Ein Geschäft im Geschäft bietet Kunden, die nur schnell etwas kaufen möchten die Möglichkeit, ihr bevorzugtes Lebensmittelgeschäft aufzusuchen und dabei ein schnelles und reibungsloses Einkaufserlebnis zu erfahren. Dank des verbesserten, nahtlosen Einkaufserlebnisses können Einzelhändler Kunden aller Schichten anziehen und damit einen Mehrwert für Kunden bieten und Bestandskunden aufbauen.

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