Fünf markenorientierte Anwendungsbeispiele, die wir in autonomen Geschäften bereitgestellt haben

4 September 2022

Einer der Gründe warum Menschen einer Marke treu bleiben, ist die Fähigkeit des Unternehmens seinen Kunden exklusive Erlebnisse und einen Mehrwert zu bieten. Verizon und AT&T beispielsweise halten den größten Marktanteil der Mobilfunkanbieter in den USA. Dennoch haben andere Marken wie T-Mobile ihren Platz auf dem Markt aufgrund der spezifischen Erfahrungen und des Mehrwerts, den sie bieten, gefestigt. Während sich andere Unternehmen auf die Gebühren konzentrierten, investierte T-Mobile in 5G – und das hat sich ausgezahlt – sie bieten den landesweit besten 5G-Service. Unterschiede wie diese sorgen dafür, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, auch in Branchen, die nahezu von einem Monopol dominiert zu sein scheinen.

In der Welt des Einzelhandels sind die Gewinnspannen sehr gering und der Wettbewerb härter als je zuvor. Unternehmen versuchen deshalb durch Investitionen in Technologien, die ihre einzigartige Personalität unterstützen und ihr Angebot verbessern, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Ein Weg, den Einzelhändler wählen, um ihr stationäres Geschäft zukunftssicher zu machen, ist die Implementierung autonomer Store-Technologien. Einzelhändler, die ihre Filialen mit autonomer Store-Technologie wie der StoreOS™-Lösung von Trigo aufrüsten, können ihre individuelle Personalität erhalten, ihren Kunden ein gewohntes Einkaufserlebnis bieten, aber sich die Vorteile der neuen Technologie zunutze machen.

All unsere Partner im Einzelhandel teilen das Engagement für Innovation mit dem Ziel, ihren Kunden ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Dabei werden sie von Trigo mit maßgeschneiderten Lösungen unterstützt, um ihr einzigartiges Angebot und Erscheinungsbild hervorzuheben. Nachfolgend die fünf Beispiele markenorientierter Anwendungsfälle für Trigo-betriebene, autonome Geschäfte:

 

Unterstützung nachhaltiger Angebote mit einem reibungslosen Checkout

Deutschland gilt weithin als weltweit führend bei den Richtlinien für Bemühungen für Nachhaltigkeit. Neben den bekannten Bemühungen im Bereich der erneuerbaren Energien findet man in Deutschland auch eines der besten Recyclingprogramme weltweit. Es ist also nicht überraschend, dass REWE seine neueste autonome Filiale in Berlin mit Recycling-Pfandautomaten ausstatten wollte, um diese Nachhaltigkeitsbemühungen zu unterstützen. Da es sich bei diesem Standort um ein hybrides Geschäft handelt, haben wir eine an dieses Modell angepasste Lösung entwickelt, die zwischen traditionellen Kunden und Kunden, die einen reibungslosen Checkout bevorzugen, unterscheidet. 

Kunden, die eine kassenlose Checkout-Option wählen, legen viel Wert auf Nachhaltigkeit. Die reibungslose Einkaufserfahrung ist vollständig digitalisiert. Das heißt, das von der Maschine ausgegebene Pfand wird direkt auf den virtuellen Warenkorb des Kunden gebucht, der Kassenbon wird digital via E-Mail, SMS oder eine mobile App übermittelt – Papierbelege entfallen somit gänzlich.

Wir befinden uns in einer Zeit, in der Unternehmen immer mehr Wert auf Nachhaltigkeitsinitiativen legen und darauf achten, dass die implementierten Technologien diese Ziele unterstützen. In autonomen Geschäften ist kein Papier mehr notwendig, da die Abläufe vollständig automatisiert werden. Dies ist nur einer der vielen Wege, die Einzelhändler wählen, um nachhaltigere Abläufe im Geschäft voranzutreiben.

Lokale Gewohnheiten mit nahtlosem Einkaufserlebnis kombinieren

Eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung neuer Innovationen ist die marktübergreifende Skalierung. Insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel können große Unterschiede zwischen den Ländern bestehen. In Großbritannien beispielsweise sind Kunden gewohnt frische Produkte oder Fleisch nach Stückpreisen zu kaufen, z. B. ein Artikel = 1 englisches Pfund. In Deutschland hingegen, werden die gleichen Produkte nach Gewicht abgerechnet, z. B. ein Kilo = 1 Euro.

Diese unterschiedlichen Kaufgewohnheiten werden in Trigo-betriebenen Geschäften europaweit reflektiert. Der Tesco Express in High Holborn in London berechnet nach Stückpreisen, während der REWE-Markt in Berlin über eine intelligente Waage verfügt, die in das System von Trigo integriert ist und den Kauf von frischen Produkten nach Gewicht ermöglicht.

Tatsache ist, obwohl in den beiden Ländern unterschiedlich abgerechnet wird, bieten beide Einzelhändler ihren Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis, das auf die unterschiedlichen Kaufgewohnheiten angepasst ist. Das sind gute Neuigkeiten für Einzelhändler, die mit autonomen Geschäften neue Märkte erobern möchten, weil das Einkaufserlebnis auf die lokalen Gegebenheiten angepasst werden kann.

Kassenloser Checkout für den Großeinkauf

Eines der charakteristischen Merkmale eines Lebensmitteleinkaufs beim Discounter ist der Großeinkauf. Die großen Mengen, die Kunden kaufen, sind auch Grund dafür, warum Einzelhändler ihren Kunden die gesamte Produktpalette zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten können. In enger Zusammenarbeit mit unseren Discount-Partnern Netto Marken-Discount und Aldi Nord haben wir es geschafft, kassenlose Lösungen für Kunden zu schaffen, die einen Großeinkauf machen.

Netto hebt sich in der Discount-Branche von Mitbewerbern dadurch ab, dass das Unternehmen bekannte Marken als Massenware zu reduzierten Preisen anbietet. Die Konkurrenz bietet eher Handelsmarken zu geringeren Preisen an. Der Massenkauf ist das Kerngeschäft des Unternehmens, deshalb war es wichtig, dass der kassenlose Checkout diesen Anwendungsfall unterstützt.

Das Geschäftsmodell von Aldi Nord basiert vorwiegend auf der Herstellung kostengünstiger Eigenmarkenprodukte, aber einige der beliebtesten Angebote basieren auf Großeinkäufen. Ein Beispiel dafür sind Angebote, bei denen verschiedene Produkte in einer Großverpackung erworben werden können. Auch dieser spezielle Anwendungsfall für den Großeinkauf war technisch anspruchsvoll zu lösen, da das System mehrere unterschiedliche Produkte zu einem Artikel zusammenfassen musste, der dann auf dem digitalen Beleg des Käufers aufscheinen muss.

Diese Abweichungen beim Großeinkauf sind ein gutes Beispiel für die Flexibilität, die Einzelhändler ihren Kunden dadurch bieten können. Die autonome Store-Technologie ist auf dem neuesten Stand der Einzelhandelstechnologie und ihre fortschrittlichen Funktionen ermöglichen es Einzelhändlern, Anwendungsfälle zu personalisieren, um sich von der Konkurrenz abzuheben und ihren Wettbewerbsvorteil in der Branche zu halten.

Markenfavoriten in autonomen Geschäften anbieten

Wenn Sie irgendwo auf der Welt bereits einen Aldi-Markt besucht haben, waren Sie bestimmt auch im „berüchtigten Mittelgang“. Gruppen mit dem Namen „Mittelgang bei Aldi“ haben bei Facebook eine treue Fangemeinde, manche Gruppen haben sogar zehntausende Mitglieder. 

Worum also geht es bei diesem Hype um den Mittelgang? Zusätzlich zu den bereits wettbewerbsfähigen Preisen bei Aldi, werden auf dem Mittelgang noch tiefere Preise für Food- und Non-Food-Produkte angeboten. Der Mittelgang ist in Aldi-Filialen nicht nur ein Grundbestandteil des Layouts, er ist auch Teil des klassischen Markenerlebnisses, das Aldi im Laufe der Jahre geschaffen hat und das zum weltweiten Erfolg des Einzelhändlers beigetragen hat. 

Obwohl die Rabattkörbe im Mittelgang technologisch eine große Herausforderung dargestellten, sind es diese berüchtigten Markenfavoriten, die Einzelhändler einfach nicht aufgeben dürfen, auch wenn die Filialen mit neuer Technologie ausgestattet werden. Durch den Einsatz dieser fortschrittlichen Einzelhandelstechnologie, wurde der Trigo-betriebene Aldi Nord-Markt in Utrecht, die erste autonome Aldi-Filiale, die auch einen dieser bekannten Mittelgänge bietet.

Integration von IoT-Geräten in smarte Geschäfte

Eine der Dinge, für die Europa bekannt ist, ist Kaffee. Deutschland verzeichnet nicht nur den höchsten Kaffeekonsum in Europa, sondern auch den zweithöchsten Kaffeekonsum weltweit, nur in den USA wird noch mehr Kaffee getrunken. Wenn man an Kaffee denkt, denkt man zuerst an ein Café, in dem man gemütlich einen Kaffee genießt. Wer aber keine Zeit hat, den Morgenkaffee im Sitzen zu genießen, wählt als Alternative oft den Express-Store eines Lebensmitteleinzelhändlers.

Der Trigo-betriebene REWE-Markt in Köln liegt in einer der belebtesten Straßen Deutschlands. Um den On-the-Go-Kunden gerecht zu werden, musste also eine Kaffeemaschine in das Trigo-System integriert werden. Der Einsatz einer Kaffeemaschine ist ein gutes Beispiel dafür, dass Express-Stores ein guter Ausgangspunkt für Einzelhändler sind, die ein autonomes Geschäft in die Unternehmensstrategie integrieren möchten.

Dieser Anwendungsfall demonstriert erstens anschaulich, wie Technologie in unterschiedliche IoT-Geräte integriert werden kann, die für das Kundenerlebnis des Einzelhändlers wichtig sind und den Anforderungen der On-the-Go-Kunden gerecht werden. Zweitens ist dieser Anwendungsfall ein Bilderbuchbeispiel für Unternehmen, die eine kassenlose Checkout-Option anbieten möchten. Wenn man eine Tasse frischen Kaffee kaufen möchte, ist der erste Teil immer von Reibungsverlusten gekennzeichnet, da ihn entweder jemand zubereiten oder ausschenken muss. Mit einem autonomen Geschäft entfällt die Reibung einer Warteschlange, um am Ende für den Kaffee zu bezahlen, weil für On-the-Go-Kunden eine kassenlose Checkout-Option angeboten wird.

Anpassungsfähigkeit autonomer Geschäfte im Laufe der Zeit

In der Zukunft des Einzelhandels werden technologische Innovationen der wichtigste Treiber für den stationären Handel sein, ohne dabei Eigenschaften zu gefährden, die eine Marke erkennbar, einzigartig und wertgeschätzt machen. Selbst wenn funktionierende technologische Systeme vorhanden sind, optimieren Einzelhändler im Laufe der Zeit ihr Angebot und erobern neue Märkte. Die Technologie-Partner müssen fähig sein, die Systeme ständig an die neuen Anforderungen anzupassen. Die in autonomen Geschäften eingesetzte Technologie ist anpassbar, es können ständig neue Produkte entsperrt werden, um die betriebliche Effizienz zu steigern und die Kundenerfahrung zu verbessern. Die Technologie wird sozusagen parallel auf die zunehmenden Ambitionen und dynamischen Ziele der Einzelhändler angepasst.

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